Botanischer Garten der Masaryk Universität Brünn

Botanischer Garten der Masaryk Universität Brünn

In der Zeit der Gründung der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Masaryk Universität entstand der Bedarf, einen Garten für den botanischen Institut zu errichten. Es war der Botaniker Josef Podpěra, der den Garten im Jahre 1922 anlegte. Ursprünglich war der Garten ein Bestandteil der Versorgungsanstalt, der er als Gemüsegarten für den Küchenbedarf diente. Ursprünglich war es auch als Provisorium gemeint. Später zeigte es sich, dass die Lage im Stadtzentrum ziemlich günstig ist. Josef Podpěra entschied sich, seine Konzeption des neuen Gartens nach dem Prinzip der Pflanzengemeinschaften unter Berücksichtigung der mährischen Flora aufzubauen. Die Pflanzen wurden hier phytogeographisch und systematisch geordnet. Aus der Pflanzenformationen gab es hier die Flora mährischer Steppen, Pollauer Berge, südmährischer Auen und südmährischer Waldsteppe. Ausländische Pflanzenformationen vertrat die Balkanflora, Gebirgsflora aus Kaukasus, Himalaya, Kalkalpen, Nordamerika, Japan usw. Es gab hier auch Formationen von Xerphyten und Halophyten, Wasser- und Sumpfpflanzen, Flora der Bächer und Bergquellen. Es wurde auch ein Wasserbecken in der Nähe des Haupteingangs gebaut. Dieses Grundschema ist bis heute erhalten.
Zwischen den Jahren 1924 - 26 wurden drei Gewächshäuser errichtet, zwei davon dienten zur Pflanzenkultivierung und ein als Sammlungsgewächshaus mit einem Wasserbecken. Sie wurden in den Jahren 1994 - 96 nach dem Entwurf von Ivar Otruba, Professor für Garten- und Landschaftsarchitektur neu gestaltet. Neue Gewächshäuser wurden in den Jahren 1995 - 97 nach dem Entwurf von Petr Talanda gebaut.
Heute werden in diesen Gewächshäusern gegen 1800 Pflanzenarten angebaut. Das größte Gewächshaus dient zum Züchten von Palmen und subtropischen Nutzpflanzen. Man entdeckt hier Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis), Zwergpalme (Chamaerops humilis), Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua), Arabica-Kaffee (Coffea arabica), Wollemie (Wollemia nobilis). Im tropischen Gewächshaus kann man das große Becken mit Riesenblättern der Victoria Cruziana, Blätter der duftenden Gewürzvanille (Vanilla planifolia), Papaya (Carica papaya) oder Kakaobaum (Theobroma cacao) nicht übersehen. Im Gewächshaus der Farne und Zykassen befinden sich rund 80 Pflanzenarten. Unter den Besuchern ist auch das Gewächshaus der Kakteen und Sukkulenten beliebt. Im Gewächshaus der Bromelien werden 160 Vertreter der Bromeliengewächse gezüchtet. Als Beispiel der neuzeitlichen Gartengestaltung kann man den Dachgarten über den Arbeitsräumen bewundern. Die Fläche des Außengartens beträgt nur 1,5 ha und es befinden sich hier rund 520 Gehölztaxa. Insgesamt gibt es hier cca 2400 Pflanzentaxa.

Der Garten wird ganzjährlich geöffnet. Der Eintritt ist gebührenpflichtig.

Kontaktdaten

Webseite:
http://www.sci.muni.cz/bot_zahr/



Adresse

Stadt:
Brno
PLZ:
611 37
Adresse:
Kotlářská 2